Jan 14 2009
ÖHV Prognose für 2009/10
In der Flut der täglichen Presseaussendungen habe ich mir gerade ein schönes Statement der ÖHV herausgefischt. Da werden einige interessante Zahlen genannt und da wird auch für 2009/10 ordentlich orakelt.
Einige Passagen haben mir besonders gefallen:
…Im Winter 2007/08 haben einer ÖHV-Umfrage zufolge 28,95 % von 1.100 befragten Betrieben Mitarbeiter im Service gesucht. In der laufenden Saison stieg der Wert auf 29,43 %. Mitarbeiter für die Küche suchen 23,12 % nach 23,68 % im Vorjahr. Mitarbeiter für die Etage suchen um die Hälfte mehr Betriebe, 11,99 % nach 17,42 % im Vorjahr….
Es gibt also noch genügend Arbeit für Arbeitswillige im Tourismus. Die ÖHV fordert die Öffnung des Arbeitsmarktes für die neuen EU-Mitglieder damit man dieses Problem zumindest teilweise abdecken kann. Tatsache ist: Gutes Personal, egal in welcher Abteilung im Hotel, ist immer schwerer zu finden.
Ein weiteres schönes Statement aus der Aussendung:
….für 2009 und 2010 erwartet Felderer eine Stagnation. In den vergangenen Monaten wurde ein deutlicher Rückgang der Nächtigungen aus relevanten Fernmärkten festgestellt: Zwischen
Juni und November 2008 sanken die Nächtigungen der Briten im Jahresvergleich um 6,19 %, die der Japaner um 13,74 % und die der US-Gäste um 20,05 %. “Wo wir Chancen sehen, sind die Nahmärkte: im Inland, bei unseren Stammgästen aus Deutschland, den Niederlanden und
anderen Nachbarländern. Das deckt 80 % der Gästeschichten ab. Wer sparen muss, gibt nicht auch noch Geld für einen weiten Flug aus….
Fein, fein. Liebe ÖHVler. Glaubt ihr wirklich, dass Österreich “Sonne und Meer” in den Köpfen der Nachbarn verdrängen kann? Ob ich jetzt von Hamburg aus mit dem Auto ins Ötztal fahre oder gleich nach Caorle ist eigentlich auch schon egal.
Teurer Flug? -> Eine Woche Türkei mit Flug und AI € 289,-.
Ich würde mich als Hotelier zwar auch auf die Nachbarmärkte konzentrieren (macht man ja eh immer) aber der Schlüssel zum Erfolg ist sicher seine Reichweite international zu erhöhen. Bei richtiger Anwendung kann man das auch ohne ein Monster-Werbebudget erreichen.
Hier noch der Link zum gesamten Artikel mit Grafiken bei der ÖHV.
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